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Norbert Voll:
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Dem (noch verborgenen) Trend des modernen Instrumentalunterrichts entsprechend, beschreibt das Buch eine Arbeitsweise im Blasorchester, die sich am Singen orientiert und mit körperkonditionierenden Methoden den „organischen“, also schönen Klang anstrebt. Die Methode fördert die Individualität und Sozialität im Orchester und damit den lebendig-homogenen Klang. In ihm können sich die Musiker gegenseitig getragen fühlen und das Orchester kann seine eigene klangliche Identität finden.
dvo Druck und Verlag Obermayer,
Buchloe, 2005 |
Das Buch schafft erstmals die Grundlage für eine allgemeine, instrumentalfächerübergreifende Fachdidaktik der Ensembleleitung. Behutsam werden die Orchesterleiter an die körperkonditionierenden Methoden für die Klangarbeit herangeführt. Das Buch bietet Sprech- und Singübungen für das ganze Orchester an, hält Dispositionsübungen für den schönen Klang bereit und stellt sinnvolle und populäre Methoden der Stimmbildung für das Blasorchester vor. Die Musiker werden zum Singen motiviert, sie entdecken ihre Stimme. Wer seine Stimme richtig einsetzen kann, hat auch als Instrumentalist die besten Voraussetzungen für ein klangvolles Spiel. Überdies bezieht es wichtige Themen ein, die die Arbeit am Klang tangieren, etwa mit dem Kapitel Gruppendynamik und Klang.
Wenn wir aus der Chorarbeit lernen und in den Blasorchestern das Einsingen und die Stimmbildung pflegen, werden wir die klanglichen Erfolge erhalten, die wir uns wünschen. Denn:
Stellen Sie sich einmal einen Chor vor, der sich nicht einsingt, und der keine Stimmbildung betreibt.
Schwer vorstellbar, nicht wahr? Das Einsingen im Chor hat nicht nur zum Ziel, dass sich die Sänger auf ihre individuelle Tongebung, aufeinander und auf den Raum einstellen, sondern auch, dass die Sänger behutsam an die physischen und psychischen Anforderungen der nachfolgenden Aufgaben herangeführt werden. Die Stimmbildung soll die Einzelstimmen schulen und somit die Voraussetzungen für einen guten Chorklang schaffen. Das Ziel ist der lebendig-homogene Klang. Damit ist gemeint, dass die individuellen Klangeigenschaften der Einzelstimmen so gut ausgebaut werden, dass sie bessere Mischeigenschaften haben und so zum homogenen Klang hingeführt werden können. Das klingt kompliziert; ist es aber nicht.
Zum Blasorchester: Sie ahnen bereits, auf was hier angespielt wird. Ziehen Sie einen Vergleich ziehen zwischen dem Einsingen im Chor und dem Einblasen im Blasorchester und zwischen der Stimmbildung im Chor und der Klangarbeit im Blasorchester. Der Autor Norbert Voll hat vor Jahren schon über diese Vergleiche nachgedacht und immer wieder probiert, die methodischen Möglichkeiten der Chorarbeit auf die Orchester und Ensembles zu übertragen.
Es geht! Wie bereits in "... bis es immer besser klingt ..." beschrieben, kann auf diese Weise zu einer hervorragenden Klangarbeit im Orchester gefunden werden. Das Einspielen im Blasorchester wird in einer völlig neuen Form vorgestellt und gezeigt, wie im Kanonspiel das Einspielen und die Klangarbeit miteinander verbunden werden können, so dass sich in den Blasorchestern zunächst unbewusst, später bewusst, eine Klangsensibilisierung einstellt, die bereits in kurzer Zeit für jeden hörbar wird.